Baufinanzierung & Immobilienkredit · ca. 3 Min. Lesezeit

Zwischenfinanzierung: So überbrücken Sie die Lücke beim Immobilienkauf

Norman Lehmann
Norman Lehmann · Kreditberater & Fachredakteur für Kredite
Veröffentlicht am 30. September 2026 · Aktualisiert am 30. September 2026

Manchmal steht Geld für eine Immobilie erst später zur Verfügung: Das alte Haus ist noch nicht verkauft, der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif oder eine Lebensversicherung wird erst in einigen Monaten ausgezahlt. Eine Zwischenfinanzierung überbrückt diese Lücke. Dieser Ratgeber erklärt, wie sie funktioniert, was sie kostet und welche Risiken Sie kennen sollten.

Was ist eine Zwischenfinanzierung?

Eine Zwischenfinanzierung – auch Überbrückungskredit genannt – ist ein kurzfristiger, endfälliger Kredit. Während der Laufzeit zahlen Sie in der Regel nur die Zinsen; der Kreditbetrag selbst wird am Ende in einer Summe zurückgezahlt, sobald das erwartete Geld eingeht. Abgesichert wird sie meist über eine Grundschuld im Grundbuch.

Typische Anlässe

Was kostet eine Zwischenfinanzierung?

Die Zinsen liegen meist über denen einer langfristigen Baufinanzierung, weil die Bank ein höheres Risiko trägt und nur einen kurzen Zeitraum finanziert. Da während der Laufzeit nicht getilgt wird, fallen die Zinsen auf den vollen Betrag an.

Rechenbeispiel (angenommener Zinssatz, kein Angebot): Eine Zwischenfinanzierung über 200.000 Euro läuft sechs Monate zu 5 Prozent. Die Zinskosten betragen 200.000 × 0,05 × 6/12 = 5.000 Euro. Verzögert sich der Verkauf um weitere sechs Monate, verdoppeln sich die Kosten.

Wird ein zugesagter Kredit nicht sofort abgerufen, können außerdem Bereitstellungszinsen anfallen.

Die Risiken

So reduzieren Sie das Risiko

Zwischenfinanzierung und Bausparvertrag

Häufig wird die Zwischenfinanzierung mit einem Bausparvertrag kombiniert: Ein Vorausdarlehen wird sofort ausgezahlt, parallel zahlen Sie in einen Bausparvertrag ein, der das Darlehen nach der Zuteilung ablöst. Die Verbraucherzentrale sieht solche Modelle kritisch, weil sie schwer vergleichbar sind und zusätzliche Kosten wie Abschlussgebühren verursachen. Wie ein Bausparvertrag funktioniert, erklärt unser Ratgeber Bausparvertrag.

Wenn Sie vor einem Immobilienwechsel stehen, können Sie bei VAIDOO unverbindlich prüfen lassen, welche Finanzierung für Ihre Situation infrage kommt. VAIDOO ist keine Bank, sondern Kreditvermittler mit Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung.

Worauf Sie sich verlassen können
Ermöglicht den Kauf einer Immobilie, bevor die alte verkauft ist.
Während der Laufzeit fallen meist nur Zinsen an, keine Tilgung.
Rückzahlung in einer Summe, sobald das erwartete Geld eingeht.
Was Sie bedenken sollten
Die Zinsen liegen meist über denen einer langfristigen Baufinanzierung.
Verzögert sich der Verkauf, steigen die Kosten.
Fällt der Verkaufserlös geringer aus, bleibt eine Restschuld.

Häufige Fragen

Ein kurzfristiger, endfälliger Kredit, der eine finanzielle Lücke überbrückt – etwa bis zum Verkauf der alten Immobilie oder bis zur Zuteilung eines Bausparvertrags. Während der Laufzeit werden meist nur Zinsen gezahlt.

Sie ist auf einen kurzen bis mittleren Zeitraum ausgelegt und endet, sobald das erwartete Geld eingeht. Planen Sie die Laufzeit mit einem ausreichenden Puffer.

Die Zinsen liegen meist über denen einer langfristigen Baufinanzierung, und weil nicht getilgt wird, fallen sie auf den vollen Betrag an.

Dann laufen die Zinsen weiter und die Zwischenfinanzierung muss verlängert oder anders abgelöst werden. Reicht der Verkaufserlös nicht, bleibt eine Restschuld.

In der Regel über eine Grundschuld auf der Immobilie.

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