Kreditlexikon · Begriff

Zinsbindung

Kurz erklärt

Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der vereinbarte Sollzinssatz einer Baufinanzierung unverändert bleibt. Nach Ablauf wird eine Anschlussfinanzierung zu neuen Konditionen nötig.

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Fachlich geprüft von Linda Vogt · Fachredakteurin für Bank & Geldanlage

Bei einer Baufinanzierung legen Sie mit der Bank eine Zinsbindungsfrist fest – meist zwischen 5 und 20 Jahren. Innerhalb dieser Zeit bleibt der vereinbarte Sollzinssatz konstant, unabhängig davon, wie sich das allgemeine Zinsniveau am Markt entwickelt.

Nach Ablauf der Zinsbindung ist die Restschuld in der Regel noch nicht vollständig getilgt. Sie benötigen dann eine Anschlussfinanzierung – entweder als Prolongation bei der bisherigen Bank oder als Umschuldung zu einem neuen Anbieter, jeweils zu den dann aktuellen Marktkonditionen.

Die Wahl der Zinsbindungsdauer ist eine Abwägung: Eine lange Zinsbindung bietet Planungssicherheit, kostet aber meist einen etwas höheren Zinssatz als eine kurze Bindung. In Niedrigzinsphasen sind lange Zinsbindungen oft attraktiv, um sich günstige Konditionen langfristig zu sichern.

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