Kreditlexikon · Begriff

Überziehungskredit

Kurz erklärt

Ein Überziehungskredit entsteht, wenn das Girokonto ins Minus rutscht. Man unterscheidet die eingeräumte Überziehung (Dispokredit) und die geduldete Überziehung über den Dispo hinaus.

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Fachlich geprüft von Linda Vogt · Fachredakteurin für Bank & Geldanlage

Der Begriff Überziehungskredit fasst zwei Formen zusammen:

Beide Formen sind für kurzfristige Engpässe gedacht, aber teuer, wenn sie dauerhaft genutzt werden. Das Gesetz schützt Verbraucher deshalb mit Beratungspflichten: Wird der Dispo ununterbrochen über sechs Monate und durchschnittlich zu mehr als 75 Prozent genutzt, muss die Bank eine Beratung über günstigere Alternativen anbieten (§ 504a BGB). Bei einer erheblichen geduldeten Überziehung über mehr als drei Monate gilt Ähnliches (§ 505 Abs. 2 BGB).

Wer regelmäßig im Minus ist, fährt meist günstiger mit einem Ratenkredit oder einer Umschuldung des Dispos. Verwandt ist der Kontokorrentkredit für Geschäftskonten.

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