A
Annuitätendarlehen
Beim Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Gesamtrate über die Zinsbindung hinweg konstant, während sich der Zins- und Tilgungsanteil darin laufend verschiebt. Es ist die häufigste…
Anzahlung
Eine Anzahlung ist ein Teil des Kaufpreises, den Sie bei einem finanzierten Kauf sofort aus eigenen Mitteln bezahlen. Sie senkt den Kreditbetrag und damit…
Arbeitgeberdarlehen
Ein Arbeitgeberdarlehen – auch Mitarbeiterdarlehen – ist ein Kredit, den ein Unternehmen seinen Beschäftigten gewährt, oft zinsgünstig oder zinslos. Der Zinsvorteil bleibt bis zu…
Auflassungsvormerkung
Die Auflassungsvormerkung ist ein Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf Übertragung des Eigentums an einer Immobilie sichert – bis er selbst…
Auskunftei
Eine Auskunftei ist ein Unternehmen, das Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern und Unternehmen sammelt und Vertragspartnern Bonitätsauskünfte und Scores zur Verfügung stellt.
Avalkredit (Bankbürgschaft)
Beim Avalkredit stellt eine Bank keine Geldsumme bereit, sondern übernimmt für ihren Kunden eine Bürgschaft oder Garantie gegenüber einem Dritten. Umgangssprachlich spricht man von…
B
Basiskonto
Das Basiskonto ist ein Girokonto mit grundlegenden Zahlungsfunktionen, auf das jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU einen gesetzlichen Anspruch hat – unabhängig…
Baulast
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsichtsbehörde, etwas zu tun, zu dulden oder zu unterlassen – etwa ein Wegerecht für…
Bauspardarlehen
Das Bauspardarlehen ist der Kreditteil eines Bausparvertrags. Nach einer Ansparphase und der Zuteilung erhält der Bausparer ein Darlehen, dessen Zins schon bei Vertragsabschluss feststeht.
Bauträgerfinanzierung
Bei einer Bauträgerfinanzierung kaufen Sie ein Haus oder eine Wohnung, die ein Bauträger erst noch baut. Der Kaufpreis wird nicht auf einmal, sondern in…
Bearbeitungsgebühr
Die Bearbeitungsgebühr ist ein Entgelt, das Banken früher pauschal für die Bearbeitung eines Kreditantrags verlangten. Bei Verbraucherkrediten hat der Bundesgerichtshof solche Gebühren in Formularverträgen…
Beleihungsauslauf
Der Beleihungsauslauf gibt in Prozent an, wie hoch das Immobiliendarlehen im Verhältnis zum Beleihungswert der Immobilie ist. Je niedriger er ist, desto geringer ist…
Beleihungswert
Der Beleihungswert ist der vorsichtig kalkulierte Wert, den eine Bank einer Immobilie für Kreditzwecke beimisst – meist spürbar niedriger als der aktuelle Marktwert. Er…
Bereitstellungszinsen
Bereitstellungszinsen fallen an, wenn ein zugesagter Kreditbetrag – meist bei einer Baufinanzierung – nicht innerhalb der bereitstellungsfreien Zeit abgerufen wird. Üblich sind rund 3…
Bonität
Bonität beschreibt die Fähigkeit und Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Kredit vertragsgemäß zurückzahlen. Banken prüfen sie anhand von Einkommen, laufenden Verpflichtungen und SCHUFA-Daten.
Bonitätsauskunft
Eine Bonitätsauskunft ist eine Information einer Auskunftei wie der SCHUFA über die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral einer Person oder eines Unternehmens.
Bonitätsnachweis
Ein Bonitätsnachweis ist ein Dokument, mit dem Sie Ihre Zahlungsfähigkeit belegen – etwa gegenüber einem Vermieter, einer Bank oder einem Händler. Typisch sind eine…
Bürgschaft
Mit einer Bürgschaft verpflichtet sich eine dritte Person, für Ihre Kreditschuld einzustehen, falls Sie selbst nicht zahlen können. Sie kann bei fehlender eigener Bonität…
D
Debitkarte
Eine Debitkarte ist eine Bankkarte, bei der Zahlungen direkt und zeitnah vom verbundenen Girokonto abgebucht werden – ohne eigenen Kreditrahmen.
Debitor
Ein Debitor ist ein Schuldner – in der Buchhaltung meist ein Kunde, der für eine erhaltene Lieferung oder Leistung noch bezahlen muss. Aus Sicht…
Disagio
Ein Disagio (auch Damnum) ist ein Abschlag vom Nennbetrag eines Darlehens, der bei Auszahlung einbehalten wird. Es senkt den Sollzins, erhöht aber die tatsächliche…
Dispozins
Der Dispozins ist der Sollzinssatz, den die Bank berechnet, wenn Sie Ihr Girokonto im Rahmen des eingeräumten Dispokredits überziehen. Er ist variabel und meist…
E
Effektiver Jahreszins
Der effektive Jahreszins bildet die tatsächlichen Gesamtkosten eines Kredits pro Jahr ab – inklusive Zinsen und aller gesetzlich vorgeschriebenen Nebenkosten. Die richtige Vergleichszahl bei…
Eigentümergrundschuld
Eine Eigentümergrundschuld ist eine Grundschuld, die dem Eigentümer des Grundstücks selbst zusteht. Sie entsteht durch Eintragung zugunsten des Eigentümers oder wenn eine Bank ihre…
Einkommensnachweis
Ein Einkommensnachweis belegt, wie viel Geld Sie regelmäßig verdienen – etwa durch Gehaltsabrechnungen, Rentenbescheid oder Steuerbescheid. Banken verlangen ihn für die Kreditprüfung.
Euribor
Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist ein Referenzzinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum untereinander Geld für bestimmte Laufzeiten leihen. Er dient als…
G
Gehaltsabtretung (Lohnabtretung)
Bei einer Gehaltsabtretung tritt der Kreditnehmer den pfändbaren Teil seines künftigen Arbeitseinkommens an die Bank ab. Zahlt er nicht, kann die Bank diesen Teil…
Gesamtbetrag
Der Gesamtbetrag ist die Summe aus dem Nettodarlehensbetrag und allen Kosten des Kredits – also alles, was Sie bis zum Ende der Laufzeit insgesamt…
Gläubiger
Ein Gläubiger ist die Person oder Institution, die aus einem Schuldverhältnis eine Leistung verlangen darf – etwa die Bank, die die Rückzahlung eines Kredits…
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register beim Amtsgericht, in dem Eigentum und Belastungen eines Grundstücks eingetragen sind – etwa Grundschulden zur Absicherung einer Baufinanzierung.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie an. Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest – er liegt je nach Land…
Grundpfandrecht
Grundpfandrechte sind Rechte an einem Grundstück, die eine Geldforderung absichern. Zu ihnen gehören die Grundschuld, die Hypothek und die Rentenschuld. Sie werden in Abteilung…
Grundschuld
Die Grundschuld ist das in Deutschland gebräuchlichste Grundpfandrecht zur Absicherung von Baufinanzierungen. Anders als die Hypothek ist sie nicht an eine bestimmte Forderung gebunden.
H
Haushaltsrechnung
Die Haushaltsrechnung stellt die monatlichen Einnahmen eines Kreditnehmers seinen Ausgaben gegenüber. Banken ermitteln damit, wie hoch die Kreditrate höchstens sein darf.
Hypothek
Die Hypothek ist ein Grundpfandrecht, das im Gegensatz zur Grundschuld unmittelbar an eine bestehende Forderung gekoppelt ist. In der heutigen Praxis wird sie kaum…
I
Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag
Ein Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag ist ein Kredit an Verbraucher, der durch ein Grundpfandrecht gesichert ist oder dem Erwerb bzw. Erhalt von Wohneigentum dient. Für ihn gelten…
Inkasso
Inkasso bezeichnet das Einziehen offener Forderungen im Auftrag eines Gläubigers – oder nach dem Kauf der Forderung auf eigene Rechnung. Inkassodienstleister müssen in Deutschland…
K
Kapitaldienstfähigkeit
Kapitaldienstfähigkeit bedeutet, dass ein Kreditnehmer aus seinen laufenden Einnahmen dauerhaft Zins und Tilgung – den sogenannten Kapitaldienst – bezahlen kann. Banken prüfen sie vor…
KfW-Kredit
KfW-Kredite sind zinsgünstige Förderdarlehen der staatlichen KfW-Bankengruppe, etwa für energetisches Bauen, Sanieren oder Existenzgründung. Beantragt werden sie nicht direkt bei der KfW, sondern immer…
Konditionsanfrage
Eine Konditionsanfrage ist eine unverbindliche Anfrage nach Kreditkonditionen. Sie wird der SCHUFA als „Anfrage Kreditkonditionen“ gemeldet und beeinflusst den SCHUFA-Score nicht.
Konsolidierung (Kreditkonsolidierung)
Konsolidierung bedeutet allgemein Zusammenführung. Bei Krediten ist damit die Bündelung mehrerer Verbindlichkeiten zu einem einzigen Kredit gemeint.
Konsumkredit
Ein Konsumkredit – auch Konsumentenkredit – ist ein Kredit an Privatpersonen zur Finanzierung von Konsumausgaben wie Auto, Möbeln, Elektronik oder Urlaub, im Gegensatz zu…
Kontokorrentkredit
Ein Kontokorrentkredit ist eine Kreditlinie auf einem laufenden Konto, die flexibel bis zu einem vereinbarten Rahmen in Anspruch genommen und zurückgeführt werden kann. Die…
Kreditkündigung
Bei der Kreditkündigung beendet die Bank oder der Kreditnehmer den Darlehensvertrag vorzeitig. Wegen Zahlungsverzugs darf die Bank einen Verbraucherkredit nur unter den strengen Voraussetzungen…
Kreditor
Ein Kreditor ist ein Gläubiger – in der Buchhaltung meist ein Lieferant, dem ein Unternehmen für eine erhaltene Lieferung oder Leistung noch Geld schuldet.…
Kreditsicherheit
Kreditsicherheiten sichern die Bank für den Fall ab, dass ein Kreditnehmer nicht zahlt. Man unterscheidet Personalsicherheiten wie die Bürgschaft und Sachsicherheiten wie Grundschuld oder…
Kreditvermittler
Ein Kreditvermittler bringt Kreditsuchende und Banken zusammen, vergibt aber selbst keine Kredite. Für die Vermittlung von Verbraucherdarlehen braucht er in Deutschland eine Erlaubnis nach…
Kreditwürdigkeitsprüfung
Vor Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags muss die Bank gesetzlich verpflichtend prüfen, ob der Kreditnehmer die vereinbarte Rate voraussichtlich tragen kann. Ohne bestandene Prüfung darf grundsätzlich…
L
Laufzeit
Die Laufzeit bezeichnet den Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung eines Kredits. Sie bestimmt maßgeblich die Höhe der monatlichen Rate und die…
Leasing
Beim Leasing überlässt ein Leasinggeber einem Leasingnehmer ein Wirtschaftsgut – etwa ein Auto – gegen regelmäßige Raten zur Nutzung. Eigentümer bleibt der Leasinggeber.
Legitimationsprüfung
Vor Auszahlung eines Kredits muss die Bank gesetzlich die Identität des Kreditnehmers zweifelsfrei feststellen, etwa per Video-Ident oder Post-Ident-Verfahren. Diese Legitimationsprüfung dient vor allem…
Leitzins
Der Leitzins ist der von einer Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei ihr Geld leihen oder Geld anlegen. Im Euroraum entscheidet darüber…
Lombardkredit
Ein Lombardkredit ist ein Kredit, der durch verpfändete Wertpapiere oder andere bewegliche Vermögenswerte wie ein Depot abgesichert wird.
Löschungsbewilligung
Mit der Löschungsbewilligung erklärt die Bank, dass sie mit der Löschung ihrer Grundschuld oder Hypothek aus dem Grundbuch einverstanden ist – in der Regel,…
M
Mahnverfahren
Gerät ein Kreditnehmer in Zahlungsverzug, folgen meist zunächst Mahnungen der Bank, bevor der Kredit gekündigt wird. Bleibt die Forderung offen, kann sie über das…
Mitantragsteller
Ein Mitantragsteller beantragt einen Kredit gemeinsam mit dem Hauptantragsteller und unterschreibt den Kreditvertrag mit. Beide haften als Gesamtschuldner für die komplette Rückzahlung.
N
Nachrangdarlehen
Ein Nachrangdarlehen ist ein Kredit, dessen Rückzahlung im Fall einer Insolvenz erst nach allen anderen Gläubigern erfolgt. Er kommt vor allem bei Crowdinvesting-Plattformen als…
Negativmerkmal
Ein Negativmerkmal ist ein Eintrag bei einer Auskunftei wie der SCHUFA, der auf eine Zahlungsstörung hinweist – etwa eine unbezahlte, mehrfach angemahnte Forderung, eine…
Nettodarlehensbetrag
Der Nettodarlehensbetrag ist die Summe, die dem Kreditnehmer tatsächlich zur freien Verfügung ausgezahlt wird – ohne Zinsen und sonstige Kreditkosten. Er ist eine gesetzlich…
Nominalzins
Der Nominalzins ist der im Kreditvertrag vereinbarte Zinssatz auf den Darlehensbetrag – ohne weitere Kosten. Im Verbraucherkredit heißt er heute meist Sollzinssatz.
Notaranderkonto
Ein Notaranderkonto ist ein Treuhandkonto, das ein Notar für die Beteiligten eines Geschäfts führt – etwa beim Immobilienkauf. Der Kaufpreis wird dort verwahrt und…
P
P-Konto (Pfändungsschutzkonto)
Ein P-Konto ist ein Girokonto mit automatischem Pfändungsschutz: Ein monatlicher Grundfreibetrag bleibt auch bei einer Kontopfändung für den Kontoinhaber verfügbar.
Pfändungsfreigrenze
Die Pfändungsfreigrenze legt fest, welcher Teil Ihres Einkommens bei einer Lohnpfändung geschützt ist und Ihnen zum Leben verbleiben muss. Sie richtet sich nach Einkommenshöhe…
Prolongation
Prolongation bedeutet, dass ein Immobiliendarlehen nach Ablauf der Zinsbindung bei derselben Bank zu neuen Konditionen weitergeführt wird. Sie ist die einfachste Form der Anschlussfinanzierung.
R
Rahmenkredit
Ein Rahmenkredit ist eine Kreditlinie, die Ihnen die Bank bis zu einem festen Betrag einräumt. Sie rufen Geld flexibel ab und zahlen Zinsen nur…
Ratenkredit
Ein Ratenkredit ist ein klassischer Kredit mit fester Kreditsumme, fester Laufzeit und gleichbleibenden monatlichen Raten. Er ist meist zweckfrei einsetzbar und die häufigste Kreditform…
Repräsentatives Beispiel
Das repräsentative Beispiel ist eine Pflichtangabe in der Kreditwerbung. Es zeigt Nettodarlehensbetrag, Zinsen, Laufzeit und Gesamtbetrag an einem Rechenbeispiel – mit einem effektiven Jahreszins,…
Restschuld
Die Restschuld ist der Teil eines Kredits, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht zurückgezahlt ist – ohne künftige Zinsen.
Restschuldbefreiung
Die Restschuldbefreiung ist das Ziel der Privatinsolvenz: Das Insolvenzgericht befreit den Schuldner von den restlichen Verbindlichkeiten gegenüber seinen Insolvenzgläubigern.
Restschuldversicherung
Eine Restschuldversicherung übernimmt die Kreditraten oder die Restschuld bei Tod, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit. Sie ist meist optional und kann den effektiven Jahreszins spürbar erhöhen.
Revolving-Kredit
Ein Revolving-Kredit ist eine Kreditlinie, die nach jeder Rückzahlung erneut genutzt werden kann. Typisches Beispiel ist die Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion.
S
Schlussrate
Die Schlussrate ist eine erhöhte letzte Rate am Ende der Kreditlaufzeit. Sie senkt die monatlichen Raten während der Laufzeit, muss aber am Ende auf…
SCHUFA-Auskunft
Die SCHUFA-Auskunft ist eine Übersicht Ihrer bei der SCHUFA gespeicherten Kreditdaten. Banken nutzen sie zur Bonitätsprüfung; Verbraucher können kostenlos eine Datenkopie nach Art. 15…
Schuldschein
Ein Schuldschein ist eine schriftliche Erklärung, mit der ein Schuldner bestätigt, einem Gläubiger einen bestimmten Betrag zu schulden. Er dient vor allem als Beweismittel.
Selbstauskunft
Die Selbstauskunft ist ein Formular, in dem Kreditsuchende der Bank Angaben zu Person, Beruf, Einkommen, Ausgaben, Vermögen und bestehenden Verbindlichkeiten machen. Sie ist Grundlage…
Sicherungsübereignung
Bei der Sicherungsübereignung überträgt der Kreditnehmer das Eigentum an einer beweglichen Sache – etwa einem Auto – zur Sicherheit auf die Bank, darf sie…
Sollzinssatz
Der Sollzinssatz ist der reine Zinssatz für das geliehene Kapital – ohne Gebühren oder sonstige Kosten. Für den echten Vergleich zählt der effektive Jahreszins.
Sonderkündigungsrecht
Das Sonderkündigungsrecht erlaubt Kreditnehmern, ein Darlehen mit festem Zins zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung mit einer Frist von sechs Monaten zu kündigen – ohne…
Sondertilgung
Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Rückzahlung, mit der Sie zusätzlich zur vereinbarten Rate Kreditschulden reduzieren – sofern der Vertrag das erlaubt.
Stundung
Eine Stundung ist eine Vereinbarung, dass eine fällige Zahlung – etwa eine Kreditrate – auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Die Schuld bleibt bestehen.
T
Tilgung
Tilgung ist der Teil Ihrer Kreditrate, der die eigentliche Kreditschuld reduziert – im Unterschied zum Zinsanteil, der die Kosten für die Kapitalüberlassung deckt.
Tilgungsdarlehen
Beim Tilgungsdarlehen zahlen Sie jeden Monat den gleichen Tilgungsbetrag. Weil die Zinsen mit der Restschuld sinken, wird die Gesamtrate mit der Zeit kleiner.
V
Valuta
Die Valuta – auch Wertstellung genannt – ist das Datum, ab dem eine Gutschrift oder Belastung auf dem Konto für die Zinsberechnung zählt.
Variabler Zins
Beim variablen Zins kann sich der Zinssatz während der Laufzeit ändern – meist gekoppelt an einen Referenzzins wie den Euribor. Das Gegenstück ist der…
Verbraucherdarlehensvertrag
Ein Verbraucherdarlehensvertrag liegt vor, wenn eine gewerbliche Bank oder ein Kreditvermittler einem Verbraucher gegen Entgelt ein Darlehen gewährt. Das Gesetz unterscheidet zwischen Allgemein- und…
Verjährung
Verjährung bedeutet, dass ein Gläubiger seine Forderung nach Ablauf einer gesetzlichen Frist nicht mehr durchsetzen kann, wenn sich der Schuldner darauf beruft.
Verkehrswert
Der Verkehrswert (Marktwert) ist der Preis, der für eine Immobilie zu einem bestimmten Stichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbar wäre – ohne Rücksicht auf ungewöhnliche…
Vermögensauskunft
Die Vermögensauskunft ist eine Erklärung, in der ein Schuldner im Rahmen der Zwangsvollstreckung sein Vermögen offenlegt und die Richtigkeit an Eides statt versichert. Früher…
Verzugszinsen
Verzugszinsen sind gesetzliche Zinsen, die ein Schuldner zahlen muss, wenn er eine Geldschuld zu spät begleicht. Sie richten sich nach dem Basiszinssatz.
Vollstreckungsbescheid
Der Vollstreckungsbescheid ist ein vollstreckbarer Titel aus dem gerichtlichen Mahnverfahren. Er ergeht, wenn der Schuldner gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch einlegt, und erlaubt dem…
Vorfälligkeitsentschädigung
Lösen Sie einen Kredit vorzeitig ab, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Sie ist gesetzlich auf maximal 1 Prozent (bzw. 0,5 Prozent bei unter…
Z
Zession
Eine Zession ist die Abtretung einer Forderung: Der bisherige Gläubiger (Zedent) überträgt seine Forderung auf einen neuen Gläubiger (Zessionar).
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich Zinsen ungünstig entwickeln. Für Kreditnehmer heißt das vor allem: Bei variablen Krediten oder nach Ende der Zinsbindung…
Zinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der vereinbarte Sollzinssatz einer Baufinanzierung unverändert bleibt. Nach Ablauf wird eine Anschlussfinanzierung zu neuen Konditionen nötig.
Zinssatz
Der Zinssatz gibt in Prozent an, wie viel ein Kreditnehmer für geliehenes Geld pro Jahr bezahlt – oder ein Sparer für angelegtes Geld erhält.
Zwangsversteigerung
Die Zwangsversteigerung ist die gerichtliche Verwertung eines Grundstücks oder einer Immobilie, um Gläubiger zu befriedigen. Häufigster Anlass ist ein Immobilienkredit, der nicht mehr bedient…
Zweckbindung
Ein zweckgebundener Kredit darf nur für den im Vertrag festgelegten Zweck verwendet werden, etwa den Kauf einer Immobilie oder eines Autos. Ein klassischer Ratenkredit…
Ü
Überbrückungskredit
Ein Überbrückungskredit finanziert eine kurze Zeitspanne, bis erwartetes Geld eingeht – etwa aus einem Immobilienverkauf, einer Auszahlung oder einer Förderzusage.
Überziehungskredit
Ein Überziehungskredit entsteht, wenn das Girokonto ins Minus rutscht. Man unterscheidet die eingeräumte Überziehung (Dispokredit) und die geduldete Überziehung über den Dispo hinaus.
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